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22.10.2023 - Stadtnachricht

Feuerwehr bezieht ihr neues Domizil

Es ist geschafft: Nach 115 Jahren ist die Berufsfeuerwehr Fürth aus ihrer alten Wache in der Königstraße in ihr neues Domizil in der Kapellenstraße gezogen. Und die Freude war den Verantwortlichen bei der offiziellen Einweihung deutlich anzumerken.

Schlüssel für neue Feuerwache übergeben

Stadtbaurätin Christine Lippert (2. v. li.) übergab gemeinsam mit Oberbürgermeister Thomas Jung (2. v. re.) beim Festakt zur Einweihung der neuen Feuerwache in der Kapellenstraße den symbolischen Schlüssel mit der Notrufnummer für die Feuerwehr an Feuerwehrchef Christian Gußner (li.) und an Ordnungsreferent Mathias Kreitinger. Fotos: Mittelsdorf

So sprach Oberbürgermeister Thomas Jung von einem "Jahrhundertereignis" und bedankte sich bei der Berufsfeuerwehr für ihr langes Durchhalten. "Gerade brandschutz- und sicherheitstechnisch war die alte Wache nicht mehr auf dem besten Stand, umso wichtiger ist es, dass der Umzug endlich stattgefunden hat." Auch Baureferentin Christine Lippert freute sich über das besondere Ereignis: "Uns ist allen ein Stein vom Herzen gefallen." Die Kostensteigerung für den Neubau – 30,5 Millionen statt 24 Millionen Euro – sei auch angesichts der langen Planungen durchaus im Rahmen. 

St. Florian

Eine der treibenden Kräfte für den Bau der neuen Feuerwache war über Jahrzehnte hinweg der langjährige Stadtrat und Pfleger der Fürther Feuerwehr Peter Pfann (re.). Er setzte sich auf allen Ebenen dafür ein, die Bedingungen für die Floriansjünger in der Kleeblattstadt zu verbessern. Im Rahmen der Einweihungsfeier übergab er eine Figur, die den heiligen St. Florian, Schutzpatron der Feuerwehr, darstellt und die er Anfang der 2000er Jahre angeschafft hat, an Feuerwehrchef Christian Gußner (Mitte). In der Hoffnung, dass alle Feuerwehrkräfte heil und unbeschadet nach ihren Einsätzen in die neue Feuerwache zurückkehren werden.

Von Anbeginn der ersten Planungen dabei war Ehren-Stadtbrandinspektor Peter Pfann, der sichtlich gerührt an der offiziellen Einweihungszeremonie teilnahm. Feuerwehr-Chef Christian Gußner würdigte den "großen Tag für die Feuerwehr und den größten Tag für die Berufsfeuerwehr Fürth." Er sprach ebenfalls von einem langen und steinigen Weg. Auch wenn die alte Wache ihren Charme gehabt hatte, jetzt sei alles schöner, besser und man habe mehr Platz.

Im Konvoi mit rund 30 Fahrzeugen zogen die Feuermehrmänner durch die Innenstadt.

Genauso emotional war für die Feuerwehrleute der Auszug aus der alten Feuerwache am Abend zuvor.

Bereits am Vortag hatte sich die Berufsfeuerwehr von ihrem bisherigen Standort am Helmplatz feierlich verabschiedet. Nachdem Besucherinnen und Besucher nochmals Gelegenheit hatten, die viel zu eng gewordenen Räumlichkeiten zu besichtigen, zogen die rund 30 Einsatzfahrzeuge begleitet von der Feuerwehrkapelle Vach und zahlreichen Zuschauenden in einem Korso mit Blaulicht durch die Innenstadt zu ihrer neuen Adresse. Dass die Resonanz der Bürgerinnen und Bürger auf den Umzug so groß war, ist für OB Jung ein "Ausdruck der Wertschätzung, die der Arbeit und dem Einsatz der Berufsfeuerwehr, aber auch den Freiwilligen und somit der ganzen Feuerwehrfamilie gilt."

Auszug aus neuer Feuerwache

Im Konvoi mit rund 30 Fahrzeugen zogen die Feuerwehrmänner durch die Innenstadt.

Am neuen Standort finden die rund 90 Feuerwehrkräfte zeitgemäße Arbeitsbedingungen vor. Denn auch wenn sich der Gebäudekomplex von außen eher schlicht präsentiert, verfügt er über ein hochmodernes Innenleben. Kernstück des Komplexes, der im nordwestlichen Bereich von der Rednitz begrenzt wird, zu der die Feuerwehr auch einen Zugang besitzt, bildet die geräumige Fahrzeughalle mit 32 Stellplätzen, Lagerbereichen und Umkleiden. Darüber befinden sich die Ruhe- und Aufenthaltsräume. Diese sind über Rutschstangen direkt mit der Fahrzeughalle verbunden, um die Ausrückzeiten im Alarmfall kurz zu halten.

Flankiert wird das langgezogene Gebäude vom viergeschossigen Verwaltungstrakt samt kleiner Sporthalle im Erdgeschoss und Einsatzzentrale. In den Obergeschossen befinden sich die Verwaltung, Schulungsräume und die Abteilung für vorbeugenden Brandschutz. Städtebaulich bildet das Gebäude Auftakt und Kopf hin zur Kapellenstraße, über die die Fahrzeuge bei Alarm ausrücken.

Das Rückgrat nach Norden bildet das Werkstattgebäude. Hier befinden sich neben der KfZ- Werkstatt und der Waschhalle diverse andere Werkstätten (Atemschutz, Feuerlöscher, Schreinerei, Schlosserei, Schlauch- und Elektrowerkstatt). Das Obergeschoss beherbergt vor allem die Atemschutzübungsanlage und die Kleiderkammer. Der Schlauch- und Übungsturm bildet nach außen weithin sichtbar den vertikalen Hochpunkt des gesamten Ensembles.

Auszug aus neuer Feuerwache

Und schließlich ging es offiziell in das neue Domizil.

Die ursprünglich für 2020 anvisierte Fertigstellung der neuen Wache verzögerte sich immer wieder: Unvorhersehbare baukonjunkturelle Entwicklungen, Corona, der Ukrainekrieg und seine Auswirkungen, Materialknappheit, unterbrochene Lieferketten, Änderungen und Ergänzungen in den technischen Anlagen und zu guter Letzt auch noch ein Wasserschaden sorgten für weitreichende Verschiebungen. Damit einhergehend stiegen auch die Baukosten von ursprünglich 24 Millionen auf 30,5 Millionen Euro.

 

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